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Wieder kein Sieg: Leipzig tritt auf der Stelle

Vizemeister RB Leipzig bekommt seine Auswärtsschwäche nicht in den Griff. Trotz klarer Überlegenheit, insbesondere in der ersten Halbzeit, kamen die Sachsen im 50. Bundesligaspiel ihrer Klubgeschichte beim VfL Wolfsburg über ein 1:1 (0:1) nicht hinaus und blieben damit im vierten Bundesliga-Gastspiel in Serie sieglos. (TICKER zum Nachlesen)

Der Führungstreffer für die Platzherren fiel nach einer Viertelstunde per Foulelfmeter. Nachdem VfL-Torjäger Mario Gomez im Strafraum von den Beinen geholt worden war, verwandelte Rechtsverteidiger Paul Verhaegh sicher. Für den verdienten Ausgleich sorgte Jung-Nationalspieler Marcel Halstenberg mit seinem ersten Bundesligator sieben Minuten nach Wiederbeginn. In der Nachspielzeit sah RB-Innenverteidiger Dayot Upamecano (90.+2/wiederholtes Foulspiel) Gelb-Rot. 

Leipzigs Rückstand auf Herbstmeister Bayern München könnte am Mittwoch auf zehn Zähler anwachsen. Wolfsburg bleibt nach dem zehnten Unentschieden der Saison im Tabellenmittelfeld. (DATEN: Die Tabelle der Bundesliga)

Leipzig startet besser 

Das Remis vor 22.827 Zuschauern war für den VfL aber lange Zeit schmeichelhaft. Denn die Gäste übernahmen von der ersten Minute an die Initiative und schnürten die Niedersachsen phasenweise in der eigenen Hälfte an. Vergeblich forderte VfL-Trainer Martin Schmidt an der Seitenlinie mehr offensive Aktionen von seinen Schützlingen. (DATEN: Alle Ergebnisse im Überblick)

Die Gäste beeindruckten durch ihre geschickte Raumaufteilung, nur der finale Pass wurde mehrfach nicht präzise genug gespielt. Die beste Torchance zur Führung vergab Nationalspieler Timo Werner, der in der siebten Minute mit einem Schrägschuss am Wolfsburger Torhüter Koen Casteels scheiterte.

Auch die Statistik belegte die klaren Feldvorteile der Leipziger, nach 40 Minuten lautete das Eckenverhältnis 7:0. Ungeachtet des Rückstands verabschiedeten die mitgereisten 1300 RB-Fans ihre Mannschaft mit Beifall in die Halbzeitpause.

Spiel wird ausgeglichener

Nach dem Seitenwechsel und dem überfälligen Ausgleich wurde die Partie offener, doch die Mannschaft von Coach Ralph Hasenhüttl behielt das Heft des Handelns in der Hand. Wolfsburger Attacken waren über weite Strecken Zufallsprodukte, die die Leipziger Hintermannschaft kaum vor Probleme stellte.

Schmidt reagierte auf die Harmlosigkeit seiner Offensive und nahm seinen glücklosen Kapitän Gomez in der 67. Minute vom Feld. Der Nationalspieler wurde durch Divock Origi ersetzt. Der Belgier brachte dann auch mehr Schwung und vergab in einer starken Schlussphase der Gastgeber zwei Chancen zur Führung. Erst schoss er aus kurzer Distanz freistehend drüber (78.), dann scheiterte er an Schlussmann Peter Gulacsi (80.). 

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